Lastenrad-Fahren im Winter
- Admin

- 21. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Passend zur aktuellen Jahreszeit widmen wir unseren ersten Beitrag einem Thema, bei dem viele noch zögern: Das Lastenrad im Winter.
Winterwunderland statt Stau: Warum das Cargobike auch im Winter punktet
Viele denken, dass das Lastenrad im Winter in die Garage gehört. Doch das Gegenteil ist der Fall! Gerade wenn die Autoscheiben zugefroren sind und der Verkehr in der Stadt stockt, gleitet ihr mit dem Lastenrad entspannt vorbei.
Besonders mehrspurige Lastenräder (Dreiräder) spielen im Winter ihre Stärken voll aus. Durch die drei Kontaktpunkte zum Boden bieten sie eine enorme Standfestigkeit. Während man auf dem Zweirad bei Eisflächen ins Schwitzen geraten kann, bleibt das Dreirad stabil und sicher – ideal für alle, die auch bei rutschigen Verhältnissen wertvolle Fracht geladen haben.

Tipps & Tricks für die kalte Jahreszeit
Damit die Fahrt durch den Schnee nicht nur sicher, sondern auch komfortabel ist, haben wir hier die wichtigsten Tipps für euch zusammengefasst:
1. Akku-Pflege ist das A und O
Die Kapazität von E-Bike-Akkus sinkt bei Kälte.
Drinnen lagern: Nehmt den Akku nach der Fahrt mit ins Haus und lagert ihn bei Zimmertemperatur.
Warm starten: Setzt den Akku erst kurz vor der Abfahrt ins Rad ein.
Akku Cover verwenden: Diese schmiegen sich um den Akku, und halten dessen Wärme merklich länger als wenn man ohne fährt. Diese gibt's für die meisten Akkus, für nicht mal €30.-, hier zB https://www.familybikes.at/product-page/akku-cover-shimano-steps
Laden: Ladet den Akku niemals bei Minusgraden auf; lasst ihn erst Zimmertemperatur erreichen.
2. Sehen und gesehen werden
Im Winter ist es oft grau und früh dunkel. Prüft eure Beleuchtung! Reflektoren an den Reifen und der Kleidung sind ein Muss. Da unsere Lastenräder oft breiter sind als normale Fahrräder, hilft zusätzliche Beleuchtung an der Box, damit andere Verkehrsteilnehmer eure Breite sofort richtig einschätzen.
3. Der richtige Grip
Prüft den Reifendruck. Ein leicht reduzierter Luftdruck (innerhalb der Herstellerangaben) vergrößert die Auflagefläche und verbessert die Haftung. Für extreme Bedingungen gibt es sogar spezielle Winterreifen oder Spikes (für die meisten Lastenräder).
4. Streusalz abwaschen
Streusalz ist der natürliche Feind von Kette und Rahmen.
Reinigung: Spritzt das Rad regelmäßig mit klarem Wasser ab (kein Hochdruckreiniger!).
Schmierung: Die Kette benötigt im Winter öfter ein gutes Kettenöl, um Korrosion vorzubeugen.
Achtung: Worauf ihr besonders achten solltet
Trotz aller Stabilität gibt es Gefahrenquellen, die man kennen muss:
Verlängerter Bremsweg: Auf Nässe oder Schnee braucht das Rad länger zum Stehen. Fahrt vorausschauend!
Glatteis unter Neuschnee: Besonders tückisch sind gefrorene Pfützen, die von einer dünnen Schneeschicht verdeckt werden.
Kurvenfahrt: Auch wenn Dreiräder nicht umkippen, können sie in Kurven bei zu hoher Geschwindigkeit seitlich wegrutschen. Also: Tempo raus in der Kurve!
Warum Winterradeln einfach Spaß macht
Ganz ehrlich: Es gibt kaum etwas Schöneres, als durch eine verschneite Landschaft zu fahren, während die Kinder in der Box unter dem Regenverdeck in Decken eingekuschelt sind und ihren warmen Tee genießen. Für Hunde ist die kühle Brise oft viel angenehmer als die Sommerhitze. Und als Pendler kommt man hellwach und erfrischt im Büro an – der "Winter-Blues" hat so keine Chance! Viel Freude euch weiterhin in diesem "richtigen" Winter!
Kleiner Winter-Check für dein Bike
Bauteil | Was ist zu tun? |
Bremsen | Beläge prüfen (erhöhter Verschleiß im Winter). |
Kette | Reinigen und nachölen. |
Beleuchtung | Funktionstest und Glas reinigen. |
Verdeck | Imprägnierung prüfen, damit die Kids trocken bleiben. |




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